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Dreizehn Jahre nach dem letzten Besuch in der Schweiz hat sich am 21.09.2019 endlich wieder ein Bus von Großbettlingen zur befreundeten Musikgesellschaft nach Bärschwil aufgemacht. Nach einer Pause mit einem großartigen Vesper und Blick auf den Titisee sowie einem zweiten Zwischenstopp in Basel war das malerische Dorf der Partnerkapelle dann schließlich erreicht. Dort wurden wir mit gehissten Flaggen, einem Willkommens-Plakat und offenen Armen begrüßt. Einige Musikerinnen und Musiker wurden von ihren Gastfamilien in Empfang genommen, der Rest bezog das Quartier im Gemeindehaus. Und siehe da, im Proberaum entdeckten wir zahlreiche Bilder aus Großbettlingen, die bei vergangenen Besuchen überreicht wurden – Heimweh konnte nun wirklich nicht aufkommen.

Für Sightseeing in Bärschwil blieb nur wenig Zeit, denn obwohl die wunderschöne Landschaft und sämtliches Weidetier wirklich einen Spaziergang wert sind, stand am Abend das Jahreskonzert der Schweizer Musikfreunde auf dem Programm. Getreu dem Oktoberfest-Motto war die Halle in blau-weiß geschmückt, es gab Leberkäse und Weißwürste und die Kapelle hatte ein unterhaltsames Programm aus Festzelt-Klassikern zusammengestellt, das dem Publikum ordentlich einheizte. Mitsingen und -klatschen war Pflicht und beim „Fliegerlied“ gab es sogar die ersten Tänze des Abends. Begleitet wurden die Hits wie „Hulapalu“ und „Atemlos“ von der unterhaltsamen Geschichte über den Schweizer Seppi, der beim Oktoberfest seine große Liebe aus Großbettlingen findet.

Verschiedenste Kandidatinnen und Kandidaten für Seppi nahmen schließlich in der zweiten Hälfte auf der Bühne Platz und leiteten zum konzertanten Teil des MVGs über. Auf einen Marsch zum Auftakt folgten zwei Solo-Stücke für Querflöte und Klarinette, bevor mit einem ABBA-Medley der Bogen zurück zur Unterhaltungsmusik geschlagen wurde. Dort wartete ein besonderes Potpourri aus bekannten Märschen auf das Publikum und wer jetzt wissen möchte, was es damit auf sich hat – herzliche Einladung zu unserer Winterfeier am 7. Dezember! Das Highlight war jedoch der gemeinsame Konzertabschluss beider Orchester: Mit einer Polka und zwei Märschen verabschiedeten sie sich vor Standing Ovations der voll besetzten Halle. Das Bärschwiler Oktoberfest wird definitiv noch lange in Erinnerung bleiben.

Doch damit war die Nacht natürlich noch längst nicht zu Ende. Eine Band lud auf der Bühne zum Tanzen ein, die Bar war eröffnet und trotz kleinerer Sprachbarriere verfolgten alle gespannt die Tombola-Ziehung. Alles weitere kann getrost unter „kultureller Begegnung“ zusammengefasst werden. Bärschwiler und Großbettlinger feierten gemeinsam das Wiedersehen und wie es sich für Musikkapellen gehört, durfte ein weiteres kleines Ständchen natürlich nicht fehlen…

Nach einer zugegebenermaßen eher begrenzten Menge an Schlaf für die meisten Musikerinnen und Musiker kehrten alle am nächsten Morgen in die Festhalle zurück, wo ein wunderbares Frühstücks-Büffet sie bereits erwartete. Bircher-Müsli, Rösti, Ovomaltine – die landestypischen Spezialitäten waren hervorragend und weckten beim ein oder anderen auch wieder die Lebensgeister.

Leider rückte auch der Abschied immer näher. Der Bus fuhr ein, Instrumente und Koffer mussten wieder verstaut werden und dann war es auch schon Zeit Auf Wiedersehen, beziehungsweise Uf Wiederluege zu sagen. Mit einem Abschiedsfoto und vielen großartigen Erinnerungen im Gepäck trat der Musikverein die Heimreise an. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Bärschwiler hat dieses Wochenende zu einem besonderen Erlebnis gemacht, es war ein absolutes Highlight in diesem Jahr bei dem alte Freundschaften gepflegt und neue geschlossen wurden. Vielen Dank an alle Organisatoren und Helfer, die diese wunderbare Konzertreise ermöglicht haben!

Sonne, Achterbahnen, Platzkonzert – der 02.07.2019 war ein gelungener Tag für die Jugendkapellen aus Großbettlingen und Walddorf.

In der vergangenen Woche ging es wieder einmal frühmorgens los und die gemischte Truppe machte sich auf in Richtung Rust. Ein Konzert in der malerischen Umgebung des Parks, in der verbleibenden Zeit sämtliche Attraktionen testen und das alles noch gemeinsam mit Freunden? Kein Wunder, dass die jungen Musiker gerne der Einladung zum Euromusique-Festival folgten. Sie wurden mit tollem Wetter belohnt und konnten so Konzert und Freizeit in vollen Zügen genießen. Gute Unterhaltung war dabei garantiert, vor allem auch für die Zuhörer, die ein abwechslungsreiches Programm geboten bekamen. Am Ende fiel es allen schwer sich loszureißen und die Heimreise anzutreten, es bleibt also nur auf eine Einladung im nächsten Jahr zu hoffen.

Nach dem Maihock gab es keine lange Pause für das Jugend-Team, denn die zweite Edition des Flashmob-Orchesters in Zusammenarbeit mit den Original Raidwanger Dorfmusikanten stand bereits am 4. Mai an. Wieder hatte sich eine Gruppe interessierter Kinder und Erwachsener gefunden, die einmal ausprobieren wollten, wie sich das Musizieren im Orchester anfühlt.

Am Vormittag lernten sie mit Helfern aus der Jugend- und Stammkapelle ihre neuen Instrumente kennen und erlernten erste Töne. Nach dem Mittagessen war dann aber erst einmal Pause angesagt: Bei verschiedenen Spielen lernten sich die Nachwuchs-Musiker besser kennen.

Für das Zusammenspiel natürlich auch sehr hilfreich und dieses wurde anschließend noch einmal besonders geübt. Wozu dient eigentlich eine Dirigentin? Und wie schafft man es zumindest einigermaßen gleichzeitig zu spielen? Diese Fragen, welche auch noch erfahrene Musiker immer wieder beschäftigen, wurden an diesem Nachmittag ausführlich geklärt.

Nach weiterer konzentrierter Probearbeit kam dann endlich der große Augenblick. Im prallgefüllten Studio 1 präsentierte sich das neu formierte Flashmob-Orchester aus Neueinsteigern, Bläserklasse und Jugendkapelle dem Publikum. Mit der Titelmelodie aus "Jurassic Park" und "When the Rhinos do the Rhumba in the Rain" zeigten sie, was in so kurzer Zeit schon zu schaffen ist. Neue Erfahrungen und vor allem ganz viel Spaß - sowohl die Teilnehmer als auch die Organisatoren hatten einen tollen Tag.

Zum ersten Mal veranstaltete der Musikverein Großbettlingen den Hock am 1. Mai und wurde prompt von gutem Wetter begrüßt: Strahlender Sonnenschein lockte zahlreiche Maiwanderer auf den Vorplatz des Forums.

Der Musikverein aus Walddorfhäslach umrahmte den Frühschoppen musikalisch und die Bänke unter dem Maibaum füllten sich schnell. Bei Wurst, Steak, Pommes, Kuchen und kühlen Getränken konnte man den ganzen Nachmittag über gemütlich beisammensitzen.

Die Jugend des Musikvereins gestaltete den zweiten Teil des Programms, beginnen durften die Kinder der Musikalischen Früherziehung. Mit viel Freude tanzten und sangen sie unter dem Maibaum und zeigten, was sie in den vergangenen Wochen geübt hatten. Für diese tolle Vorführung bekamen sie auch ordentlich Applaus.

Im Anschluss übernahm die Jugendkapelle die Bühne und lieferte mit ihrem abwechslungsreichen Programm wie immer gute Unterhaltung für die Anwesenden. Mittlerweile war kein Platz mehr frei und die Stimmung blieb auch gegen Festende großartig.

Der Musikverein Bernhausen spielte zum Ausklang für die Vielen, die auch gegen Abend noch die Sonne genossen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Besuchern für das überaus gelungene Fest! Außerdem gilt ein großer Dank all unseren fleißigen Helfern und dem Bauhof-Team für die Unterstützung beim Stellen des Maibaums. 

Am 15. März war es wieder einmal Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und Bilanz zu ziehen. Vorstand Repräsentation Gerd Wörner konnte vor aktiven und fördernden Mitgliedern, sowie Gemeinderäten von erfolgreichen Veranstaltungen berichten, wie dem in Großbettlingen ausgetragenen Kreisblaskonzert und der traditionellen Winterfeier. Das frühere Waldfest wurde 2018 als Hock am Rathaus fortgeführt und bei der Sichelhängete gab es mit der sehr gut besuchten 80er/90er-Party eine Neuerung.

Auch der Terminkalender für 2019 ist bereits gut gefüllt. Statt dem Hock am Rathaus übernimmt der Musikverein in diesem Jahr den Maihock und veranstaltet weiterhin die gewohnten vereinseigenen Feste. Als besonderer Höhepunkt steht außerdem ein Ausflug in die Schweiz zu einem gemeinsamen Konzert mit den langjährigen Musikfreunden aus Bärschwil an.

Musikfreunde gibt es allerdings auch in unmittelbarer Nachbarschaft. Mit den Original Raidwanger Dorfmusikanten wurde die Zusammenarbeit im Jugendbereich weitergeführt, weshalb die Jugendkapelle unter der Leitung von Judith Armbruster neben den Veranstaltungen in Großbettlingen auch in Raidwangen auftrat. Zudem wurde gemeinsam das "Flashmob-Orchester" organisiert, das 2019 in Großbettlingen wiederholt werden soll. An einem Tag vom Noten lesen zum Musizieren im Orchester - viele Interessierte haben sich  dieser Herausforderung gestellt und am Abend ein gemeinsames Konzert gegeben.

Auch bei den Mitgliederzahlen gab es Positives zu vermelden: Durch die neu geschaffenen Angebote der Musikalischen Früherziehung und der Musik-Minis erfolgte im Ausbildungsbereich ein deutlicher Anstieg. Ingesamt verzeichnet Nadine Schäfer, Vorständin Verwaltung, einen Stand von 212 Mitgliedern. Dieser setzt sich zur Hälfte aus fördernden Mitgliedern und aus aktiven Musikern zusammen. Das Vorstufenorchester wurde in die nun 16-köpfige Jugendkapelle integriert, während die Stammkapelle aus 48 Aktiven besteht.

Deren Dirigent Jochen Schmid legte in seinem Bericht den Fokus auf den Vereinsgedanken. Füreinander Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig motivieren und mit Freude zusammen musizieren - so soll der Weg in die Zukunft für den Musikverein gelingen. Finanziell wird dieser bereits erfolgreich gegangen, der Vorstand Finanzen Markus Auch konnte auch in diesem Jahr einen deutlichen Gewinn ausweisen. Zwei Schlaginstrumente mussten ersetzt werden, für das aktuelle Jahr sind keine größeren Ausgaben geplant.

Personelle Veränderungen gab es in der Vorstandschaft. Nach langjähriger Tätigkeit als Vorständin Jugend gibt Undine Balz das Amt an Benedikt Thum ab, der ihre Aufgaben gleichberechtigt mit Erik Gebauer übernimmt. Aus dem Gesamtvorstand schieden Johannes Thum und Julika Weldle aus, für sie wurden Erik Gebauer und Saskia Gras neu gewählt. Brigitte Bauer, Michael Thüringer und Marcel Kotschner wurden als Gesamtvorstandsmitglieder bestätigt.

Die Jahreshauptversammlung war auch der Ort, Ehrungen durchzuführen und Danke zu sagen. Ohne zahlreiche Spender, fördernde Mitglieder und Menschen, die bereit sind sich besonders zu engagieren kann ein Verein nicht überleben. Und natürlich braucht es Dirigenten und Musiker, die in ihrer Freizeit zusammen mit Freude Musik machen.

 

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